Silberschmuck gekonnt kombinieren und pflegen – so gehts!

Kühler Glanz, Geheimnisse und Geschichten, Tradition und Moderne sind in Silberschmuck vereint. Ringe, Armbänder, Ketten und Ohrringe aus Silber gelten als beliebte Accessoires für die Tagesgarderobe und als schimmernde Ergänzung für den Auftritt am Abend. 

Viele Frauen lieben ihren Silberschmuck über alles. Manche Stücke erinnern an sorglose Kindheitstage, an die Konfirmation, die erste Liebe. Einigen Schmuckstücken aus Silber steht die Patina, andere wirken erst durch ihren strahlenden Glanz. 


Lässt sich traditioneller Schmuck heute noch tragen? Wie können Ringe, Ketten, Ohrschmuck und Armreifen aus Silber stilvoll kombiniert werden? Wie wird Silberschmuck richtig gepflegt? Oder wie kann sich der Zauber silberner Schmuckstücke ganz entfalten? 

Silberschmuck-Pfeffinger

Silber – faszinierende Schönheit eines uralten Edelmetalls 

Schon in der Antike begegnen wir filigranem und wuchtig gearbeitetem Silberschmuck. Alle Hochkulturen kannten das Edelmetall und nutzten es für mythische Kulte, zur Darstellung von Macht und Reichtum und zum Schmuck ausgewählter Schönheiten. 

Manche Handwerkstechniken haben sich seit Beginn der Silberverarbeitung gehalten. Legenden sind mit dem sagenhaften Silberglanz verwoben. Elben, Elfen und Feen schmückten sich damit. Zwerge und Drachen horteten Silberschätze. Im Kampf gegen feindliche Mächte wurde es eingesetzt. Künstlern dient die Welt der Märchen bis heute zur Inspiration. Viele Kreationen greifen Themen der Märchenwelt, der alten Sagen, der Geschichte auf. 

Silber wurde nie unmodern. Im katholischen und im evangelischen Glauben spielt Silber nicht nur im Ritus selbst eine große Rolle. Traditionell werden Geschenke zur Taufe und zur Konfirmation aus Silber gefertigt. Im weltlichen Bereich wurde dies fortgesetzt: Der silberne Ring, die silberne Kette oder das Armband aus Silber sind beliebte Geschenke zum Schulabschluss oder zur bestandenen Prüfung. 

Die Formenvielfalt ist grenzenlos. Der kühle Glanz findet sich in archaischen Schmuckformen, in filigranen Kreationen, in üppig barocker Gestaltung. Florale Elemente des Jugendstils, klare Formen des Art décos, Weltraumschick der Siebzigerjahre setzen auf die Vielfältigkeit des Materials. Ländlicher Silberschmuck verströmt auch im urbanen Bereich Vintage-Charme und kann nicht nur zum Oktoberfest getragen werden. 


Ethnoschmuck mit Silberglanz 

Die Siebzigerjahre brachten nicht nur eine Öffnung zu modernen Materialien und Formen in der Mode. Silberne Plättchen, die an Cyberdesign erinnerten, schmückten Ohren, wurden zu interessantem Armschmuck und auffälligen Ketten verarbeitet. Ganze Oberteile und sogar Miniröcke kreierten Designer aus silberglänzendem Metall. Seit einigen Jahren feiern diese Ideen ein Comeback. 

Gleichzeitig waren es die Hippies und ihre Weltoffenheit, die die Mode nachhaltig beeinflussten. Die Erfahrung des Rauschs wurde in wilden Mustern aufgenommen. Die Reisen in ferne Länder und zu fremden Kulturen brachten neue Riten nach Amerika und Europa. Schmuck wurde zum Ausdruck kreativer Freiheit und einer weltoffenen, individuellen Haltung. 


Die Jugend wurde immer umweltbewusster und dachte ganzheitlicher. Das zeigte sich in Kleidung und Accessoires. Lange, fließende Gewänder in Naturtönen waren auf den Straßen der Universitätsstädte ebenso zu sehen wie kurze Miniröcke und körperbetonte Oberteile in grellen Farben. 

Ethnoschmuck gehört zu einem eigenen Stil. Natürliche Materialien wie Lederbänder, Holz-, Glasperlen und Federn werden mit Elementen aus Silber fantasievoll kombiniert. Bis heute bringt ein Talisman aus Silber nicht nur Glück, sondern verleiht seiner Trägerin auch einen weltoffenen Zauber. Globetrotter sammeln an Armbändern Charms aus allen Ländern. Silberschmuck erzählt wie ein Tagebuch Geschichten und wird so zum Begleiter über den Moment hinaus. 

Rational durchdachter Minimalismus 

Konzentrierte Arbeit und klare Entscheidungen prägen das Leben und Denken vieler Frauen. Sie schätzen ein Design, das mit ihrer Gedankenwelt harmoniert. Sie lieben Formen, die rasch erkennbar sind und ihre Persönlichkeit unterstreichen. 


Weniger ist oft mehr. Gerade für Schmuck trifft das zu und es beweist Stil, einzelne Teile bewusst einzusetzen und für sich wirken zu lassen. Breite Armreifen erstrahlen auf klaren einfarbigen Textilstrukturen. Die Oberfläche des Silberschmucks kann matt oder hochglänzend gearbeitet sein. Sie kann Muster aufweisen oder als klare Fläche wirken. 


Geometrische Formen von Ohrringen passen zu Pixie Cuts, Hochsteckfrisuren oder einem klassischen Pferdeschwanz. Ohr- und Halsbereich müssen entsprechend frei sein. Bei einer halblang gestalteten Frisur kommt der Ohrschmuck nicht zur Geltung. Hier sind kleinere Ohrstecker günstig, die es auch als silberfarbene Perlen gibt. 

Ein großformatiger Silberring kann die Hand betonen. Werden mehrere Ringe gewählt, sollte auf ein gemeinsames Design geachtet werden. 

Besonders androgynen Frauen in schwarzem Rollkragen mit weiten oder schmal geschnittenen dunklen Hosen steht diese Art von Schmuck. 


Je mehr auf einen einheitlich komponierten Look geachtet wird, desto größer ist der Wow-Effekt. Ein zeitloser Stil, der nicht nur im Büro für Aufmerksamkeit sorgt, sondern auch auf Galerieeröffnungen und im Casualbereich wirkt. Mit Make-up und Nagellack lassen sich farbige Akzente setzen. 


Diese Form moderner Eleganz stellt die Frau in den Mittelpunkt. Kleidung und Silberschmuck dienen zur Präsentation der alterslosen Persönlichkeit. 


Das Armband - vom Kettenanhänger bis zu traditionellen Charms 

Dirndl und Landhauslook feiern eine Renaissance. Geflochtene Frisuren und traditioneller Trachtenschmuck gehören dazu. Sie stehen gestandenen Frauen ebenso wie jungen Mädchen. Das Spiel mit den modischen Elementen aus dem ländlichen Raum begeistert eine neue Generation. Designer interpretieren alte Formen neu. Das Dirndl hält sich längst über das Oktoberfest hinaus. Anklänge finden sich bei festlicher Kleidung ebenso wie beim Party Look. 


Was passt besser zu einer weißen Spitzbluse als ein Halsband mit Anhänger? Auf dunklem Samt wirken silberne Ornamente bezaubernd. Eine kurze Kette mit Anhänger betont das Dekolleté oder verleiht einer geschlossenen Bluse etwas Glanz. Wunderhübsch dazu das Bettelarmband, das heute mit Charms charmant wieder aufgelegt wird. 

Verspielten Silberschmuck haben viele seit ihrer Kindheit im Schmuckkästchen. Oft wird er an die Tochter weitergegeben. Ein Armband mit Charms kann von einem ganzen Leben erzählen. Der erste Anhänger rührt noch von der Taufe, dann kamen kleine Geschenke zu Prüfungen, zur Konfirmation und als Erinnerung an die erste Liebe hinzu. Kunstvoll stilisierte Edelweißblüten treffen auf Lieblingstier und exotische Ornamente oder Anhänger christlicher Symbole. 

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Silberschmuck für die Dame von Welt 

Emotionen und Leidenschaften bestimmen unser Innenleben, Struktur und Charakter führen zu einem eigenen Stil. Frauen von Welt beherrschen die Kunst, eine eigene Aura zu kreieren, die sowohl modisch als auch individuell und elegant ist. 

Gerade die Accessoires, die Auswahl der Ketten und Ringe, geben einem Look das gewisse Etwas. Daher kommt ihnen im Business und im Gesellschaftsleben eine so große Rolle zu. Jede Geschäftsfrau weiß, welche Wirkung ihre Garderobe auf ihre Angestellten, Partner und Kunden hat. Dabei spielt nicht nur der Wert der einzelnen Kleidungsstücke und des Schmucks eine Rolle. Es geht auch um die Kombination und die Auswahl. 

Silberschmuck muss nicht teuer sein. Er kann jedoch Kraft und Stärke ausstrahlen. Eine Kette mit einem ausgewählten Anhänger kann zum Eyecatcher werden, der Geschmack und Stil verrät. Mehrere Ketten als Layering getragen zeugen von Kreativität und spiegeln Dynamik. 

Eigenständigkeit zeigt, wer zu gesellschaftlichen Anlässen Silberschmuck trägt. Gerade alte Formen wirken faszinierend. Oft werden lokale Ornamente, Embleme oder Muster traditionell in Silber ausgeführt. Ein Choker mit Samtband und Silberanhänger kann sehr apart wirken. So kann mit der Wahl des Schmucks eine Reminiszenz an die Landschaft, das lokale Ereignis oder die Oper, die besucht wird, geistreich verbunden werden. Diese kleinen Anspielungen werden bemerkt und lassen einem Sympathiepunkte sammeln. 

Vielfältig kombinierbar 

Layering ist in. Das zeigen nicht nur die aktuellen Kollektionen der großen Designer. Seit den Siebzigern wird mit dem Übereinander Tragen von Ketten, Armreifen und Ringen gespielt. Doch auch Modeikone Coco Chanel machte das Tragen mehrerer unterschiedlicher Perlenketten salonfähig. 

Silberschmuck ist universell einsetzbar und kann in verschiedenen Arten kombiniert werden: 

  • Minimalistisch wirkt die Konzentration auf einzelne Stücke, die in ihrem Design 
    streng aufeinander abgestimmt sind. Die Kühle des Metalls unterstreicht Look 
    und Aussage. 
  • verspielt wirken Kombinationen aus längeren und kürzeren Ketten mit ländlichen 
    oder floralen Motiven. Kleine Blütenformen passen gut zu einem romantisch- 
    nostalgischen Stil. 
  • Hip wirkt, wer mutig Kontraste setzt und Perlen mit Glitzer und buntem Glas 
    kombiniert oder halsnahe orientalisch anmutende Ketten mit großen 
    Silber Klunkern zusammenträgt. 
  • im Trend liegen Kombinationen mit unterschiedlichen Charms. Buchstaben, die 
    gern eine direkte Message ergeben können, sind beliebt. 
  • klassisch im Casualbereich ist die Kombination von Ethnoschmuck. Hier trifft 
    Leder auf Holz, Glas und Silber. Schön dazu wirken viele verschiedene Armreifen 
    und eine Zusammenstellung unterschiedlicher Silberringe. Gerade großen 
    schlanken Frauen steht so ein selbst zusammengestelltes Ensemble. 
  • interessant wirkt unterschiedlich gestalteter Silberschmuck, dessen Perlen, 
    Steine oder Anhänger in den Farben übereinstimmen oder eine aufeinander 
    abgestimmte Farbskala zeigen. Je nach Wahl der Farbe kann die Zusammenstellung 
    leicht und unbeschwert oder mystisch wirken. 

Silberschmuck richtig pflegen 

Silber kann an Glanz verlieren. Schon jeder hat erlebt, wie Schmuck während der Aufbewahrung schwarz anlief und stumpf wurde oder sogar an Hand, Arm oder Hals dunkle Spuren hinterließ. 

Kommt versilberter oder silberner Schmuck mit in der Luft enthaltenen Stoffen wie Schwefelwasserstoff und Sauerstoff in Kontakt, so bildet sich das dunkle Silbersulfid. 

Der Handel hält verschiedene Polituren bereit. Hier gilt es, achtsam zu wählen. Die Mittel dürfen keine scharfen Substanzen enthalten, die den Schmuck angreifen. Gerade bei glänzenden Oberflächen oder gefassten Steinen kann irreparabler Schaden entstehen. Enthaltene Lösungsmittel können Schmucksteine stumpf werden lassen oder Verbindungen lösen. Werden handelsübliche Polituren genutzt, muss die Gebrauchsanweisung unbedingt beachtet werden. 

Ein bewährtes Hausmittel ist das Reinigen von Silberschmuck mit Alufolie. Dazu wird der Schmuck mit Silberpapier umwickelt und anschließend mit kochend heißem Wasser, dem etwas Salz beigegeben wurde, übergossen. Bei diesem Prozess lösen sich die schwarzen Ablagerungen. Das Silber erstrahlt im gewünschten Glanz. Ist der Schmuck jedoch mit Steinen verziert, könnten diese auf die Temperatur reagieren. 

Eine alternative Variante bieten Zitronensaft, handelsübliches Natron und Salz. Zunächst wird der Schmuck eine halbe Stunde in Zitronensaft gelegt, dann kommt er in eine Schüssel mit Wasser und Natron. Beim Abtrocknen wird gleich noch etwas poliert. 


Ähnlich funktioniert das Putzen mit Backpulver. Der Schmuck wird mit dem Backpulver bestreut. Mit einer feuchten weichen Zahnbürste lassen sich die Ablagerungen vorsichtig entfernen. Abschließend kann der Schmuck mit einem weichen Tuch auf Hochglanz poliert werden. 


Wer will, kann seinen Silberschmuck vorsichtig mit etwas Zahnpasta reinigen und zum Abschluss beim Trockenreiben polieren. 

Vorbeugen durch richtige Aufbewahrung 

Silber lässt sich vor dem Anlaufen nicht schützen. Der Prozess kann jedoch verlangsamt werden. Unsere Großmütter sind Meisterinnen der praktischen Hauswirtschaft gewesen. Das Putzen von Schmuck und Silberbesteck gehört selbst in klassischen englischen Haushalten nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen. Darum werden Schutzmaßnahmen bei der Lagerung ergriffen, die der Verfärbung entgegenwirken sollen. 


Dazu gehört das dichte Einwickeln des Schmucks in Baumwolltücher. So wird die Reaktion mit Stoffen aus der Luft zumindest teilweise unterbunden. Manche Haushalte schwören auf angeraute Baumwolle oder sogar dünne, weiche Wolltücher, die auch zum Polieren geeignet sind. 


Generell soll Schmuck trocken und dunkel liegen. Ein Bestreuen mit Kreide oder die Zugabe eines einfachen Stücks Tafelkreide entziehen der Luft Feuchtigkeit. Das Silber läuft nicht so rasch an. 


Manche legen ihrem Schmuck einige Kupfermünzen bei. Kupfer bindet Schwefelwasserstoff schneller als Silber: Die Münzen verfärben sich, der Silberschmuck bleibt blank und rein. 


Eine Kombination aus Baumwolltüchern und Kreidestücken ist eine gute Voraussetzung für lang anhaltenden Glanz. Rechtzeitig vor dem Tragen sollte der Silberschmuck überprüft werden. 

Gewünschte Patina – Schönheit bewahren 

Bei manchen Accessoires gibt die mit der Zeit entstandene Patina dem Schmuckstück einen zusätzlichen Reiz. Geschätzt wird zwar eine rückstandsfreie Auflagefläche, die die Haut berührt, doch die sichtbaren Spuren als Kennzeichen alten Schmucks sollen auf der sichtbaren Seite erhalten bleiben. Wie lässt sich das erreichen? 


Wer die Spuren der Zeit in gewünschtem Maß konservieren will, nutzt ein Silberputztuch. Anders als beim Tauchbad lässt sich der Prozess der Reinigung besser steuern. Die Oxidschicht wird genau an den gewünschten Stellen entfernt. Da wo sie erhalten bleiben soll, etwa um ein Ornament zu betonen, bleibt sie bestehen. Der Schmuck verliert nichts von seiner Altertümlichkeit und hinterlässt doch keine Spuren beim Tragen. 

Um lange Freude an seinem Silberschmuck zu haben, sollte er nicht nur vor scharfen Putzmitteln geschützt werden. Besuche im Hallenbad, schwefelhaltige Kosmetik, scharfes Salzwasser können Schmuck und Schmucksteine angreifen. Vorsicht ist ebenfalls bei Duschgels, Seifen und Shampoos geboten. Lieber Ring und Kette einmal zu viel ablegen, als eine zerkratzte oder stumpfe Oberfläche zu riskieren. Auch bei Haushaltsarbeiten sollte der Schmuck entfernt werden. 

Silberschmuck gehört zu den Allroundern. Er wird je nach Design im Casualbereich, im Büro und zu festlichen Veranstaltungen getragen. 

Selbst auf der eigenen Hochzeit kann die Braut mit Silberschmuck erscheinen. Gerade im Bohostyle wirken mehrere verspielte Silberketten wunderhübsch zum lockeren Blumenkranz, ergänzen viele kleine Silberringe das legere Outfit bezaubernd oder unterstreichen klingende Silberarmreifen den Gipsy Look. 

„Gold oder Silber?“, ist keine Frage mehr: Jede Frau entscheidet sich ganz einfach selbst für ihren Favoriten.

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